Guido Morselli: Dissipatio humani generis oder Die Einsamkeit

Eine Rezension von Rob Randall

Ein Individuum, das seinen Ort nicht mehr unter Menschen finden kann und will und das sich in seiner Einsamkeit radikalisiert, wählt verbittert: Die Auflösung im Nichts. Das Gehen ohne Spuren zu hinterlassen. Dem Schreibenden jedoch stehen neben dem Suizid noch andere Wege offen: Die absolute Einsamkeit oder die Dissipatio humani generis.

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Jürgen Domian: Der Tag, an dem die Sonne verschwand

Eine Rezension von Rob Randall

Schon seit Jahren talkt Jürgen Domian in seiner nach ihm benannten Sendung zu den verschiedensten Themen mit all jenen, die irgendetwas zu sagen oder zu berichten haben. Und so verschieden die Lebensbeichten, die Schicksalschläge und Werdegänge sind, die auf den Hörer von einslive oder den Zuschauer des WDR niedergehen, so zeichnen nicht wenige zwei gemeinsame Merkmale aus: Viele der bedrückenden Geschichten, die die Menschen dort in ihrer Anonymität erzählen, sind geeignet, den Zuhörer frösteln zu lassen; wenn sie nicht gleich – und das gilt auch für die weniger niederschmetternden Erzählungen – das kalte Grausen heraufbeschwören.

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Iva Procházková: Wir treffen uns wenn alle weg sind

Eine Rezension von Rob Randall

Wir treffen uns, wenn alle weg sind… es war der ungewöhnliche Titel des Buches, der mich auf den Roman von Iva Procházková aus dem Jahr 2007 aufmerksam werden ließ – denn der Name der tschechischen Autorin, die schon eine ganze Reihe deutscher Buchpreise mit ihren Jugendromanen einheimsen konnte, sagte mir leider wenig. Und auch das vorliegende Werk, das die Geschichte der Überlebenden einer Seuche erzählt, war, wie ich dem Klappentext entnehmen konnte, mehrfach prämiert worden: Zum einen 2009 mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig und zum anderen mit dem Evangelischen Buchpreis 2008. Das erschien mir doch ein wenig ungewöhnlich.

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