Aldous Huxley: Affe und Wesen

Eine Rezension von Rob Randall

Wenn das 20. Jahrhundert eines gezeigt hat, dann das, dass das Tierische im Menschen sich nur allzu leicht Bahn durch die dünne Kruste zivilisatorischer Erhabenheit bricht: Im Schatten zweier Weltkriege, der Shoa, totalitärer Staaten und des heraufziehenden Kalten Krieges gab es genügend Momente, in denen die Flamme der Humanität, der Kunst und Kultur nicht nur leicht flackerte, sondern schlicht auszugehen schien. Erstmals lag nun auch die gänzliche Vernichtung des Menschen durch den Menschen in greifbarer Nähe – und sowohl Wissenschaftler wie auch Politiker arbeiteten auf beiden Seiten immer fleißiger daran. Die Atompilze von Hiroshima und Nagasaki schienen nur Vorboten jenes Grauen, welches die Zukunft für die Menschheit bereithielt. Zahlreiche Schriftsteller und Philosophen machten sich desillusioniert an eine Bestandsaufnahme und suchten nach den Ursachen.

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