Kyle Mills: Global Warning

Unter den zuletzt gelesenen Büchern ist er ein Lichtblick, der schon 2008 erschienene Roman „Global Warning“ von Kyle Mills. Obwohl es in ihm eigentlich zappenduster wird. Der Autor setzt mit ihm die nun 5-teilige Reihe, in deren Zentrum der ehemalige FBI-Agent Mark Beamon steht, fort. Abgeschoben zum Heimatschutz macht er sich diesmal auf die Jagd nach Bioterroristen, die genmanipulierte ölfressende Bakterien in die größten Erdölfelder der Welt eingebracht haben. Die Welt steht vor einer wirtschaftlichen Katastrophe, deren Auswirkungen auf das Leben aller Menschen logisch, anschaulich und nachvollziehbar beschrieben werden. Doch Mark Beamon steht diesmal nicht alleine: Der begnadete und seit dem angeblichen Tod seiner Freundin eremitenhaft lebende Biologe und ehemalige Umweltaktivist Erin Neal wird verdächtigt, Urheber der Verseuchung zu sein. Um seine Unschuld zu beweisen, macht er sich auf die Suche nach den Übeltätern und wird so zur eigentlichen Hauptfigur des Romans, neben der Mark Beamon eher blass erscheint, obwohl er im Gegensatz zu allen anderen Regierungs-beamten nicht von der Schuld Neals überzeugt ist.
Verkompliziert wird der Plot durch die Beteiligung von Neals scheintoter Exfreundin an den Attentaten, welche nun aber aufgrund mangelnder Verlässlichkeit um ihr Leben fürchten muss und deshalb beständig auf der Flucht vor dem Rest der dreiköpfigen Terroristengruppe ist.
Verständlicherweise wirft die Entdeckung, dass seine Exfreundin noch lebt, Erin Neal tüchtig aus der Bahn, aber da die Gefühle der beiden für einander noch längst nicht erloschen sind, heißt es nun: Drei gegen drei.

Der Roman ist spannend geschrieben, die Handlung realistisch (wenn man die New-World-Order-Aspekte des amerikanischen Sicherheitsapparates und die Existenz der im Roman beschriebenen Bakterien akzeptiert), die Figuren keine Stereotypen, wobei ihre Handlungen zudem noch nachvollziehbar motiviert sind. Leider schmälert das filmreife – weil auch amouröse – Happy-End nach dem Untergang der Bösen in einem etwas schwachen Showdown die Lesefreude gegen Ende hin. Nichtsdestotrotz habe ich mir aufgrund dieses Romans vorgenommen, auch die anderen Werke aus der Reihe um Mark Beamon vorzunehmen.

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